Von Südtirol über Bayern zum Mont Blanc ins Indische Himalaja in fünf Filmen:
Die Filmtour Alpen Film Festival kommt für seine letzte Vorstellung an den Tegernsee
In der 5. Auflage der international ausgezeichneten Filmtour geht es um das Überwinden von Grenzen, den Aufbruch, um Leidenschaft zu leben, und darum, aus einer Vollkaskomentalität auszusteigen. Das Alpen Film Festival kommt am 27. Februar 2026 für seine letzte Vorstellung ins Kino-Tegernsee. Beginn des Bergfilm-Events mit Livemoderation ist 19 Uhr. Der Direktor des Bergfilmfest Tegernsee und Mitveranstalter des Alpen Film Festes will es sich nicht nehmen lassen, seine letzte Vorstellung daheim zu geben. Für die einmalige Veranstaltung wird empfohlen zu reservieren: Über diesen link geht es zu den Tickets: www.kino-tegernsee.de und telefonisch über (0 80 22) 2 67 67.
Zusammenfassung des Programms:
In den fünf Kurz-Filmen zeigen Bergbauern aus Südtirol wie sie neue Wege beschreiten,
Norweger ihr Outdoor Leidenschaft in der Polarnacht genießen und junge Frauen ein ambitioniertes Bike & Fly Projekte in Bayern und am Mont Blanc umsetzen; Und dabei von den Hatern im Netz verfolgt werden. Der Höhepunkt des Programms sind Aufnahmen aus einer
großen Erstbegehung am Meru (6.660 m) im Himalaja: Die Ausnahme-Alpinisten Roger Schäli und Simon Gietl haben sich bei diesem Projekt Verstärkung vom Franzosen „Meme“ – (Mathieu Maynadier) geholt: Der sorgt vor allem für gutes Essen und jede Menge Spaß. Aber wenn’s drauf ankommt, kann er durchziehen.
Fakten:
Gesamtspielzeit mit Moderation: ca. 105-110 Minuten.
Prämierte Filme bilden das durch den Direktor des Berg Film-Festes Tegernsee, Filmemacher und Autor, Tom Dauer, kuratierte Programm
5. Tourjahr des Alpen Film Festivals
5 Kurzfilme mit einer Spielzeit zwischen 30 und 15 Minuten
3 von 5 Filmen unter Bayerischer Beteiligung
Mehr Bergsteigerinnen als Bergsteiger
Infos unter: www.alpenfilmfestival .de
Programmbeschreibung
„Alpinismus“, sagt Kletterer und Kurator Tom Dauer, „ist eine Lebenseinstellung, die sich gegen Vollkaskomentalität entscheidet, und damit bietet er Lektionen für ein Leben in Zeiten der Unsicherheit“.
Alpinismus kennt keine Grenzen. Er ist eine universelle Sprache, weil er Menschen ungeachtet politischer Realitäten über Länder und Kontinente hinweg verbindet. Weil er die Vielfalt der Kulturen, ihre Gemeinsamkeiten, aber auch ihre Unterschiede schätzt. Weil er von Frauen wie Männern betrieben wird, weil er das Extreme sucht, aber nicht braucht, und weil man den Bergen immer verbunden sein kann, egal in welchem Alter.
Filmbeschreibungen
45 DAYS
Von Caja Schöpf und Andreas Hartmann
Eine winterbegeisterte Alpinistin fragt sich, wie es ist, 45 Tage lang ohne Sonne zu leben. Um Antworten zu finden, reist sie ins nördliche Norwegen – und trifft dort auf pure Lebenslust.
In den Wintermonaten verbirgt sich die Sonne im nordnorwegischen Tromsö 45 Tage lang hinter dem Horizont. 45 Tage lang sehen die Menschen, die 350 Kilometer nördlich des Polarkreises leben, weder Sonnenauf- noch Sonnenuntergang. Die Bergsportlerin und Psychologin Caja Schöpf will herausfinden, wie es sich unter diesen Bedingungen aushalten lässt. Bei Kälte, Sturm und in magischem Licht trifft sie drei Menschen, die auf Ski, zu Wasser und in steilem Eis ihre Faszination an der Polarnacht teilen.
MERU – THE ASCENT OF THE GOLDFISH
Von Daniel Hug und Julien Nadiras
Nach wochenlangem Auf und Ab erreichen drei Bergsteiger die Schlüsselstelle ihrer Erstbegehung im Garhwal Himalaya. Kurz unterhalb des Gipfels entscheiden wenige Meter über Erfolg und Misserfolg.
Auf den dreigipfligen Meru im indischen Himalaya führen eine Reihe legendärer Routen, darunter die 2011 erstbegangene „Shark’s fin“. Ziel der Expeditionsbergsteiger Simon Gietl, Roger Schäli und Mathieu Maynadier ist eine Neuroute in der Südostwand des Meru South (6660 m). Doch bevor sie die Schlüsselpassage ihrer Linie angehen können, müssen sie jede Menge Schwierigkeiten überwinden. Schließlich aber zappelt der „Goldfish“ (800 m, M6+, A1) im Netz – und dieser ist nicht weniger spektakulär als die „Haifischflosse“.
AM STEILHANG
Von Meike Hollnaicher und Thomas Schäfer
Valentin Innerhofer und Judith Stötter bewirtschaften den Südtiroler Oberhaushof im Sinne der Nachhaltigkeit – denn „der Hof ist viel größer als das, was wir mit unseren Augen sehen können“.
Die Liebe, mit der Valentin Innerhofer und Judith Stötter ihren Bergbauernhof in Südtirol bewirtschaften, ist in jedem Detail spürbar. Mit ihren Kindern genießen sie ein einfaches und bescheidenes Leben als Selbstversorger, die zugleich die besten Sterneköche der Umgebung mit biologisch angebautem Gemüse beliefern können. Heimat, sagt Innerhofer, sei nicht abhängig von Herkunft und Sprache, sondern eher davon, inwieweit man die Natur kenne und sein Leben dem Rhythmus der Jahreszeiten anzupassen verstehe. Eine Denkweise, die ebenso traditionell wie modern ist.
A JOURNEY 2 MONT BLANC
Von Philipp und Christoph Kaar
Zwei junge Frauen radeln von Südtirol zum Mont Blanc, um mit dem Gleitschirm vom Gipfel zu fliegen. Ihre Reise erweist sich nicht nur als physische, sondern auch als emotionale Herausforderung.
Elisa Deutschmann und Magdalena Mittersteiner haben eine ehrgeizige Mission: von Südtirol nach Chamonix zu radeln, den Mont Blanc zu besteigen und mit dem Gleitschirm vom höchsten Gipfel der Alpen hinabzufliegen. Ihr Abenteuer ist jedoch nicht nur körperlich fordernd. Als Influencerinnen haben sie auch mit emotionalen Höhen und Tiefen zu kämpfen, denn jeder ihrer Schritte wird von ihren Followern verfolgt und beurteilt – und die digitale Aufmerksamkeit stört die Balance zwischen wahrhaftigem Erleben und öffentlichem Image.
HUNGRY GRAVITY
Von Bernhard Braun
Der bayerische Vollzeit-Action-Camper Bernhard Braun bekennt, dass er nichts zu erzählen hat, tut ebendies aber auf eine ebenso humorvolle wie hintergründige Art und Weise.
Bernhard Braun ist ein bayerisches Urgestein, das sich von den Anforderungen der modernen Skifilmindustrie herausgefordert sieht. Jeder Film, heißt es, solle eine Geschichte erzählen, einen tieferen Sinn vermitteln, eine zweite Ebene haben. Doch wollen wir in Wirklichkeit nicht alle nur schönes Skifahren sehen, zum Beispiel am wilden Albonakopf in der Verwallgruppe? Von diesen Zweifeln hin und her gerissen, besinnt Bernhard Braun sich dessen, was er am besten kann: Skifahren und sich selbst dabei nicht allzu ernst nehmen. Das wiederum macht ihn zu einem echten role model.