Jahresbericht Jungmannschaft 2008

Ort: Bräustüberl Tegernsee

Zeit: Herbst ‘07 zu vorgeschrittener Stunde

Anwesend: Markus Höß aus Wiessee, Flori Gloggner aus Kreuth

Da Markus: “Mensch Flori, soin ma ned a neie Jungmannschaft auf d’Fiaß stellen?”

Da Flori: “Mei ja, des hob i mir fei a scho länger denkt!”

 “do riad si wos!”

Kurze Rede langer Sinn, wir gingen beide am nächsten Tag zum Staudacher Robert, um ihm unsere Idee, eine neue Jungmannschaft auf die Beine zu stellen, vorzuschlagen. Der war dann auch gleich hellauf begeistert. Kurz darauf stellten wir ein vielseitiges Touren-programm zusammen, um unserer Mannschaft alle Facetten des Bergsports zu zeigen.

Gleich zum Kennenlernen machten wir im Dezember eine Schlittentour auf den Hirschberg. Entgegen unserer anfänglichen Bedenken, alleine am Parkplatz zu stehen, waren wir dann doch zu fünft. Wir hatten eine riesen Gaudi.

Unser nächstes Ziel war die Bodenschneid. Zu zehnt quälten wir uns durch den Bruchharsch zuerst hinauf und dann hinunter. Zu guter Letzt kamen wir noch in den Genuss einer Gloggner-Spezial-Abfahrt mit einer kurzen Kletter- und einer langen Tragepassage.

Unser nächstes großes Vorhaben war ein Skihochtourenwochenende in den Ötztalern. Leider gingen wir im Schneetreiben unter und wichen so kurzfristig auf ein gemütliches Wochenende am Mulistall aus. Wie zu erwarten, war oben dann erst mal Schneeschaufeln angesagt, da die Hütt’n bis unters Dach eingescheit war. Gekrönt wurde unsere Abfahrt am nächsten Tag durch ein paar sehr amüsante Stunteinlagen unseres Martin (“ned so schnei“) K. Auf die Frage, wie er das wohl wieder geschafft hat: “Ja mei, i woit hoid a amoi so fahrn wia da Gloggä!”

Einer unserer Jahreshöhepunkte war unsere Skihochtour auf’n Gabler am Gerlos. Bei schönstem Wetter und traumhaftem Bruchharsch “wedelten” wir ins Tal. Christoph schaffte sogar einen “Seiten-Moränen-Rückwärtssalto“.

Zum Kletterauftakt gings dann im Mai für ein Wochenende bei schönstem Wetter auf’n Mulistall.

Da der Zahn der Zeit auch an diesem nagt, musste im vergangenem Jahr wieder einiges hergerichtet werden. Von Brennholz machen bis zu einer neuen Brandschutzmauer hinterm Ofen war alles dabei.

Zwei Wochen später waren wir dann zum Johannifeuer auf der Tegernseer Hütte.

Bei unser nächsten Tour gings ausnahmsweise mal nur bergab: nämlich zum Schlauchbootfahren auf die Isar. Auch hier brachten wir wieder ein ganzes Boot voll. Kurz nach Fleck machten wir Brotzeit. Aus seiner neuen Expeditionstonne holte der Markus: eine durchweichte Kornsemmel, eine schwimmende Butterbreze und drei isarwasser geweichte Wiener. Der Martin, der nur eine blaue Plastikmilchkanne dabei hatte, mit der er zuvor noch allgemeines Gelächter erntete, hatte immer noch ein trockenes Handtuch und auch keine schwimmende Kamera. Früher in der Kindergruppe trugen wir das Schlauchboot noch das Isarhorn hinunter, heute tragen wir es sogar noch mal hinauf, nur um ein zweites Mal fahren zu können.

Im September gings dann bei dichtem Nebel und klirrender Kälte, warm eingepackt auf die Lamsenspitze. Auch das spätherbstliche Abklettern am Roß- und Buchstein war wieder eine riesen Gaudi.

Das Wetter machte uns zwar manchmal einen Strich durch die Rechnung, doch fanden wir immer ein passendes Ausweichziel.

Um uns nicht nur am Berg zu treffen, wird es auch in Zukunft unsere Jungmannschaftsabende geben, wo wir Touren planen, Erfahrungen austauschen und Dia-abende machen. Wir würden uns freuen, wenn auch in diesem Jahr wieder viele bergbegeisterte junge Leute mit dabei sind. Wir freuen uns natürlich auch weiterhin über jedes neue Gesicht.

 Eure Juleis, Flori und Markus

 

Gruppen: