Bericht Berggeist 2008

„Ich bin kein Zwerg!” Den Satz hören wir mit schöner Regelmäßigkeit - nämlich immer dann, wenn wir mal wieder ausrücken mit vielen kleinen …äh… Bergbezwingern. Zugegeben, das mit den Bergzwergerln stimmt wirklich nur zum Teil. Denn erstens waren es erst einmal die Großen, die feststellten, dass man gar nicht mehr so oft und so wie gewohnt Gipfel erstürmen kann, wenn die Kleinen mit ihrem Rhythmus die Unternehmungen bestimmen. Aber am Berg unterwegs sein wollten wir alle zusammen auch weiterhin.

Von dieser Erkenntnis an war es nur noch ein kleiner Schritt bis zum ersten gemeinsamen Ausflug im Tempo unserer Mini-Bergsteiger: Und so sind wir jetzt schon im zweiten Jahr etwa alle sechs Wochen einmal unterwegs und mit uns waren es bislang zwischen sieben und siebzehn Kindern, von denen das älteste momentan sechs Jahre alt ist, das kleinste knapp ein Jahr. Unsere kleinen Touren sind so gewählt, dass wirklich der Weg das Ziel ist und auch für kurze Beine zu bewältigen ist. Deshalb haben wir nicht nur den Taubenberg, die Höllei-Alm, den Galaun oder die Holzer-Alm gesehen, sondern auch unzählige Krokodile im Wald, Höhlen,Dinosaurierknochen, Gumpen im Bach oder weltbeste Verstecke, um den Rest der Mannschaft mit ausdauerndem Gebrüll zu Tode zu erschrecken. Und wenn wir schon bei den Sätzen sind, die wir ganz oft hören, dann fällt auf, dass wir einen Satz eigentlich noch nie gehört haben: „Wie lange dauert‘s denn noch, sind wir bald oben?” Damit wären wir dann nämlich bei dem zweiten Punkt, warum das mit den Bergzwergerln eigentlich nicht ganz stimmt: Unsere kleinen Bergsteiger können nämlich ganz schön über sich hinaus wachsen und für ihre Verhältnisse richtig große Strecken und hohe Stufen bewältigen, wenn sie mit einer gut gelaunten Truppe unterwegs sind - und der Gummibärli-Nachschub nicht versiegt...

Gruppen: