Alte Wege – Neue Schilder

 Am 22. Juli 2009 haben Thomas Urban vom DAV-Hauptverband und Sabine Floßmann von der ATS (Alpenregion Tegernsee- Schliersee) eine gemeinsame Erklärung für eine neue, einheitliche Beschilderung der Wander- und Bergwege im Landkreis Miesbach unterschrieben. Dieser Erklärung haben sich unsere Talgemeinden angeschlossen. Die Bürgermeister haben zusätzlich erklärt, dass sie die Erstkosten der Beschilderung in ihrem Gemeindebereich übernehmen. Die Folgekosten wird der DAV – Hauptverband tragen.

Danach sollen auch die Wege und Steige in unserem Verantwortungsbereich mit neuen Hinweisschildern ausgestattet werden.
 
Am schnellsten in der Umsetzung, bereits vor der Unterschrift auf der obigen Vereinbarung, war die Gemeinde Kreuth, so dass wir schon am 28. Mai die erste Begehung durchführten.
Dabei waren, neben mir, Ludwig Hörth vom Bauhof Kreuth und Simon Bauer von der ATS.
Unser Ziel war der Hirschberg, den wir auf dem Normalweg von Scharling aus angingen.
Die Festlegung der Standplätze folgte in der Hauptsache den bisherigen Standorten unserer alten Schilder. Genaue Arbeit war erforderlich, alle Wege und Ziele vom jeweiligen Standort aus zu erfassen, die Schwierigkeit des Weges und die durchschnittliche Gehzeit festzulegen.
Auf den neuen Wegeschildern werden außerdem zusätzliche Informationen aufgenommen, wie vorhandene Einkehrmöglichkeiten und ergänzende Hinweise zum jeweiligen Weg.
Nach weiteren Begehungen im Juni hatten wir schließlich den Bereich Hirschberg auf Kreuther Seite soweit erfasst.
Auch in Rottach-Egern starteten wir noch im Oktober mit dem Wallberg – Setzberg – Risserkogl. Die Stadt Tegernsee nahm sich im Ende Oktober die Neureuth vor und auch in den Gemeinden Bad Wiessee und Gmund fanden noch im Herbst die ersten Begehungen statt.
Wichtig war uns allen, dass wir uns mit dem System der Erfassung vertraut machen konnten,
die Arbeitsteilung praktisch erproben konnten - und dass es noch in 2009 los ging.
Bei allen Begehungen war uns wichtig, dass wir wie bisher darauf achteten, keine Steige zu kennzeichnen, die schwer zu betreuen wären, oder die in die Natur eingreifen würden.
 
Die ATS erfasst neben dem Standort, alle Schilder und an markanten Punkten die GPS-Daten. Diese Daten werden von der ATS in ein geographisches Informationssystem eingegeben, so dass diese künftig von den Verantwortlichen eingesehen werden können. Auch eine künftige Nachbestellung von Schildern ist somit recht einfach zu handhaben.
Die Kommunen haben sich außerdem bereit erklärt, die erforderlichen Standrohre für die neuen Schilder zu setzen und uns dort tatkräftig zu unterstützen, wo die Beschilderung nur mit unserer Mitarbeit zu bewerkstelligen ist.
Nach Beendigung der Erfassung aller Wege und Steige wollen wir auch die Bergwacht zur endgültigen Beurteilung der geplanten Beschilderung hinzuziehen, damit wir das Wissen und die Erfahrung dieser wichtigen Institution nutzen und in das Endergebnis einbeziehen.
 
Durch die Ergänzung der Beschilderung mit GPS-Daten hoffen wir, dass dies in Zukunft auch in Gefahrensituationen hilfreich sein wird. Auch für die künftige Wegearbeit der Sektion wird die EDV-gestützte Grundlage der Wege, Steige und der erforderlichen Schilder sicher eine Hilfe und Vereinfachung darstellen, so dass wir diesem Auftrag auch in Zukunft gerecht werden können.
Die neue Ausschilderung unserer Wander- und Bergwege und Steige ist ja ein Teil einer grenzüberschreitenden, einheitlichen Beschilderung im gesamten Alpenbereich und trägt sicher zu einem aktuellen und modernen Erscheinungsbild unserer Heimat bei.
 
Wir würden uns sehr freuen, wenn sich Kameraden für eine Mitarbeit und Hilfe bei diesen Maßnahmen bereit erklären und melden würden: Telefon 0171-7357145
Hartl Stahlberg